Zum TV-Duell
Ich habe es versäumt – warum hat mich auch keine/r der Genossen/Genossinnen angerufen, hä? Nachts um 1/2 2 sollte eine Wiederholung kommen, habe ich dann eruiert und wollte es mir dank schlechten Gewissens eben mitten in der Nacht ansehen. Wollte. Aus mir völlig unerfindlichen Gründen bin ich während der ersten Minuten ins Koma gefallen, also sanft entschlummert.
Aber macht ja eigentlich gar nichts, in kleinen Häppchen kann sich der/die politisch interessierte Wähler/-in das TV-Duell noch nachträglich reinziehen: Hier gibt es eine kleine schriftliche Zusammenfassung und rechts in der Navigationsleiste können die kleinen Filmhäppchen konsumiert werden.
(Gehässige Frage zwischendurch: geht man beim NDR davon aus, dass die Zuschauer solche Kost nicht in grösseren Dosen verarbeiten können, oder warum gibt es keinen Komplettstream der Sendung?)
Zitat der SPD Niedersachsen zum TV-Duell:
Jüttner gewinnt Punkt für Punkt.
Auffällig: Wulff wirft mit Zahlen um sich, die keiner überprüfen kann. Er versucht, seine Unsicherheit mit schnellem Sprechen zu verbergen. Ganz im Gegensatz dazu Wolfgang Jüttner. Von Beginn an setzt er die Punkte, beschränkt sich nicht wie Wulff auf blumige Aussagen. Er nennt die Dinge beim Namen. Begründet, warum ein Arbeiter in der Fleisch-Industrie oder eine Verkäuferin den Mindestlohn brauchen: „Damit sie von ihrer Arbeit leben können.“
Wulff hat schlechte Karten.
Wulff hat schlechte Karten in der Bildung. Jüttner sagt, wie es geht: Kostenlose Schulbücher und Streichung der Studiengebühren sind gute Bildungs- und Sozialpolitik. Und arme Kinder brauchen ein warmes Mittagessen in der Schule – umsonst. Kopfschütteln, als Wulff den Unterrichtsausfall für „beendet“ erklärt. Schüler und Eltern wissen es besser.
Laut vom NDR gelieferten Zahlen sind
- 85 Prozent der Niedersachsen für den Mindestlohn.
- 66 Prozent unzufrieden mit der Bildungspolitik der CDU/FDP-Landesregierung.
- 60 Prozent unzufrieden mit der Kriminalitätsbekämpfung.
So medial gestärkt sollte es bei der Wahl am kommenden Sonntag der CDU doch an den Kragen gehen. Hoffe ich jedenfalls sehr.
Bis zu 20 Prozent der Wahlberechtigten sind immer noch unentschlossen, daher sagen die derzeitigen Umfragewerte eigentlich nichts definierbares aus. Gewählt wird am Sonntag, nicht vorher.


