Wahl-Review
Soll ich auch was zur Wahl gestern schreiben? Ja? Ok. Ich versuch’s mal.
Öffentliche Gebäude waren auf Halbmast beflaggt. Dies lag jedoch nicht an der wirklich, wirklich miesen Wahlbeteiligung, sondern daran, dass gestern der Tag des Gedenkens an den Holocaust war.
Die CDU soll sich bloss nicht als überragender Sieger in Niedersachsen fühlen, die haben mit minus 6 Prozent schliesslich auch ordentlich Federn lassen müssen.
Schade, dass es für die SPD nicht zu mehr gereicht hat. Meiner Meinung nach ein Ergebnis des irgendwie nicht gerade prickelnden Wahlkampfes, in dem keine klaren Positionen herausgearbeitet werden konnten, an denen sich der/die Wahlberechtigte zu einer Entscheidung hätte entlanghangeln können.
Die Ergebnisse in Göttingen sind hingegen nicht schlecht, nur dumm, dass sich die Meinung der Göttinger Wähler/-innen nicht aufs ganze Land auswirkte.
(Eine bunte Parteienlandschaft bietet sich übrigens in der tabellarischen Darstellung, ich frage mich allerdings, zumindest am Rande, was die Parioten für eine Partei sein soll.)
Personelle Konsequenzen? Die Frage kam gestern bereits auf, ich halte sie aber für vollkommen überflüssig.
Konsequenzen für den nächsten Wahlkampf sollten auf jeden Fall sein. Traditionelles Wischiwaschi, ohne in Interaktion mit dem Wähler zu treten, zieht einfach nicht mehr, solange eine Partei wie die CDU ihre Positionen jeden Tag neu erfindet, oder einfach in irgendeiner Mitte herumhängt.


