Vermarktung der Politik
Heftige Diskussionen, wer mit wem und wer mit wem nicht, koalieren möchte, kann, darf, beherrschen die News. Umfragen, was sich das Volk, der Souverän, als Regierung vorstellen kann bzw. wünscht, springen einen beim surfen hie und da auf den Bildschirm.
Tja, was hat sich das Volk bloss dabei gedacht, nicht so zu wählen, dass ein eindeutiger Sieger dabei herauskommt?
Dazu werfe ich mal vorsichtig folgende These in den Raum: schon in den letzten Monaten, nach den letzten Landtagswahlen ist klar geworden, dass es nur noch mit gemeinsamem Regieren geht und die Blockade des einen durch den anderen uns allen nur schaden kann.
Die CDU hat das zwar noch nicht ganz begriffen, aber vielleicht war das abwatschen durch die Wähler und Wählerinnen ihnen ein Innehalten und Nachdenken wert.
Mit diesem Wahlergebnis werden die grossen Parteien doch praktisch gezwungen, endlich mal in der Sache zusammenzuarbeiten. Dann sollen sie jetzt bitte schön und dalli dalli damit anfangen.
BTW, aus jedem Wahlergebnis lässt sich anscheinend noch ein Nutzen herausschlagen, zumindest für einzelne. Den Anspruch Gerhard Schröders auf den Kanzlerposten hat ein findiger “Geschäftsmann” dazu benutzt, flugs einen Onlineshop mit Merchandising-Artikeln zusammenzukloppen, die aus nichts anderem als dem Konterfei Gerds mit einem Spruch “Ich bin Kanzler” (oder so ähnlich), aufgeflockt auf Käppis und T-Shirts etc., bestehen. Wenig einfallsreich und hoffentlich wird er damit auch nicht reich …


