Online-Durchsuchungen vorerst gestoppt
Nach den massiven Protesten sah sich Herr Schäuble anscheinend gezwungen, den seit langem schon heimlich durchgeführten Online-Durchsuchungen zunächst einmal Einhalt zu gebieten.
Dennoch ist er nach wie vor überzeugt, dies wäre ein probates Mittel zur Terrorabwehr. In einem kurzen Interviewausschnitt habe ich ihn sagen hören (sinngemäss), auf Computern finden sich Terminabsprachen für terroristische Aktivitäten sowie Bauanleitungen für Sprengsätze.
Ja, wie bl…, interessant ist das denn? Da habe ich doch wieder was dazugelernt. Bisher dachte ich nämlich, Bauanleitungen für Bomben und Co. fänden sich überall im Internet.
Und Terminabsprachen? Is auch klar, die notiert man fein säuberlich auf der Festplatte, mit Ort, Datum, Mitterroristen und so. Und hinterher macht man Fotos und stellt ein Album bei Flickr ein, oder wie, oder was?
Mann, Mann, Mann, entweder sind da echte Spezialisten am Werk, oder man hält PC-Besitzer generell für hirnlose Dumpfbacken …
Wer auch noch eine Menge Fragen dazu hat, über den Sinn und Unsinn von Online-Durchsuchungen diskutieren:
- Sebastian Edathy
(Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages)
- Dr. Johannes Loxen
(Geschäftsführer der SerNet GmbH)
- Prof. Dr. Gerald Spindler
(Multimedia- und Telekommunikationsrecht)
Moderation: Dr. Gabriele Andretta (MdL)
Die Veranstaltung findet statt
am 02.05.2007, um 18:00 Uhr
im Theologicum, T02 (Untergeschoss)




[...] für die Online-Durchsuchungen, die es aufgrund anderer kleinerer Problemchen bis auf weiteres angeblich nicht mehr geben soll, es also tatsächlich wagen sollte, ein Gesetz vorzulegen, dass Online-Durchsuchungen erlaubt, [...]
Pingback von Mein-Parteibuch.com » Verfassungsbeschwerde gegen Onlinedurchsuchungen von Jens Bertrams, geschrieben am 4. Mai 2007 um 11:34 am