Modern ist was anderes
Das kommt dabei raus, wenn sich eine erzkonservative Partei dazu aufschwingen möchte, im Internet-Wahlkampf mitzumischen:
Plötzlich, nach einem lausigen Monat Geblogge, ist das Blog der CSU schon fast wieder Geschichte. Sie haben es nicht verstanden, ein Blog als zeitgemässes Kommunikationsmittel einzusetzen und sie halten keine Kontroversen aus. Bei der kleinsten Brise, die ihnen in den Kommentaren entgegenwehte, als es darum ging, wieso das bespammen hunderttausender Menschen weder modern ist, noch gefällt und unter Umständen sogar strafbar ist, haben sie eine der ureigensten Nützlichkeiten eines Blogs – die Kommentarfunktion – ausgeschaltet und sich damit der Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit interessierten Bürgern beraubt.
So eine Partei darf niemals an die Regierung kommen. Erstens keine Ahnung von der Technik, zweitens keine Ahnung von der die Technik umgebenden Blogosphäre. Wollen die denn später auch bei jeder (politischen) Auseinandersetzung das Weite suchen? Sind die nicht kritik- oder gar lernfähig? Lasst die bloss nicht an die Regierung kommen.
PS: Und, ihr CSU-Möchtegernblogger, nehmt euch ein Beispiel: an diesem Blog, die sowohl diesen unsäglichen Dings für Oskar als auch den noch unsäglicheren Magnus Bums kommentieren lassen, ohne zu löschen; oder an diesem Blog, wo Fäkalwörter und Beleidigungen zwar gepeept, aber nicht Kommentare einfach gelöscht werden.
Klar, man muss sich nicht alles gefallen lassen, aber die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung ist das Mindeste, was ich von einem politischen Blog erwarte.


