Liveblogging TV-Duell VII
Kleine Bilanz meinerseits:
Es ist immer leichter, Kritik zu üben, als bessere Konzepte zu präsentieren. Das hat Angela Merkel heute zelebriert. Mehr leider (Gottseidank) nicht. Die Ansätze zu den Konzepten sind bereits zur Genüge auseinandergenommen und auf ihre Schwächen hingewiesen.
Dass Rot-Grün seine Politik nicht weiter fortführt, dürfte glatt an der Realität vorbeigehen. Vielleicht wurde sie in der letzten Zeit denn doch eher in vielen Entscheidungen von der CDU/CSU blockiert und behindert.
Ich frage mich allerdings, ob sich die Blockadepolitik nach der Wiederwahl von Rot-Grün ändern würde. Die Mehrheitsverhältnisse in den Ländern werden sich mit der Bundestagswahl selbstverständlich nicht ändern, und dass sich CDU/CSU danach schmollend im Rückzug befinden oder gar zur Mitarbeit bereit sein werden, wage ich zu bezweifeln.
Dieses Trotzki-Gehabe (der hat mir aber meinen Sandkuchen kaputt gemacht!) geht mir ehrlich gesagt ziemlich auf die Nerven, zumal es sich nur nach der eigenen persönlichen Befindlichkeit bemisst und mit der Sache wenig zu tun hat.
PS: Eine heitere Übersicht über das, was gewesen ist, hat sich die Süddeutsche zusammengetippt. Dem Fazit kann ich sogar zustimmen:
Und wofür steht Angie? Zuerst einmal sagt sie, wofür sie nicht steht und zählt die rot-grünen Verfehlungen auf. Sie braucht lange, bis sie zur Unions-Politik kommt. Dann stottert sie gar kurz. Dann nochmal zwei Phrasen: “Vorfahrt für Arbeit” und besonders schlimm: “Sozial ist, was Arbeit schafft.”


