Gegen Personenwahl
Gestern beim Düsseldorfer Frühstück haben sich die Frauen noch wegen der unsozialen Bildungspolitik aufgeregt, die es z.B. nicht allen alleinerziehenden Müttern ermöglicht, ihr Kind – egal welchen Alters – in eine Ganztagsbildungseinrichtung zu geben, wo sie unabhängig vom sozialen Status von Experten gefördert werden können, während die Mütter (bzw. Eltern) ihrem Broterwerb nachgehen.
Kurz bevor ich dann gen Heimat aufgebrochen bin, gab eine der Frauen noch bekannt, dass sie unbedingt die CDU wählen müsste. Ich fragte, wie sie die wählen könnte, wenn sie doch kurz vorher noch gerade deren Bildungspolitik kritisiert hätte. Ihre Begründung: die CDU hätte halt eine Frau und noch dazu aus dem Osten als Kanzlerkandidatin, das fände sie genial.
Wenn mich das Kopfschütteln nicht gehindert hätte, wäre ich an dieser Stelle schreiend davongelaufen.
Ehrlich, ich bin absolut gegen eine so personifizierte Bundestagswahl. Ein kleiner persönlicher Touch ist gut, aber wenn solche Entscheidungen dabei rauskommen, dann zweifele ich langsam am Wahlkampf.


